Batz Benzer hat geschrieben:Wollen wir mal zusmamenführen, die Fäden.

Schick
Bei mir ist das Verhältnis zu Les Pauls ein wenig merkwürdig. Ich würde mich eigentlich nicht als LP-Spieler klassifizieren, aber seit einem halben Jahr spiele ich kaum etwas anderes mehr. Ursprünglich empfand ich LPs als zu wenig drahtig und war mehr mit Tele's und Strats unterwegs. Mittlerweile fehlt mir aber das Fundament im Ton, wenn ich eine Strat oder Tele spiele. Aber wenn ich aufnehme, nutze ich genau diese Unterschiede. Die LP für das Fundament, und eine Tele für den Jingle-Jangle obendrüber.
Ich hab seit 7 Jahren eine Gibson LP, die aber nach erster kurzer Begeisterung nur noch an der Wand hing, wie ich schon im "Vergessene Schätze"-Thread (
http://gitarrenbu.de/viewtopic.php?f=8&t=1616) geschrieben hab. Ganz merkwürdige Gitarre, an einem Tag ist alles absolut klasse, am nächsten Tag wundert man sich über das scheinbar tote Holz. Das passiert mir in dieser Form mit keiner anderen Gitarre. Ich glaube nicht, daß es an der Gitarre selber liegt, daß sie auf die Mondphasen (esoterisch) oder Luftfeuchtigkeit (physikalisch) reagiert, ich schätze, es hängt einfach mit meiner Tagesform zusammen. Vielleicht muß man bei dieser Gitarre mehr am Ton arbeiten, und das gelingt mir nicht immer. Grad vor zwei Tagen habe ich versuchsweise 11er Saiten draufgezogen, aber das scheint dem Ton nicht gut zu tun.
Das ist sie:
In den letzten Tagen meiner Liveband hab ich zwei Edwards Les Pauls gespielt, zwei tolle Gitarren, die mich aller Vorraussicht nach nicht mehr verlassen werden. Unser Bassist meinte, daß im Bandsound das Fundament fehlen würde, und so habe ich mir eine Edwards E-LP140 geleistet. Da mir bei einem Gig grundsätzlich mindestens eine Saite reißt (10er), brauchte ich eine Backupgitarre mit ähnlichem Soundbild. Die hat mir dann Uwe alias Duke angeboten. Die beiden sind in Gewicht (eher schwer), sowie in Sound und Spielgefühl recht nah beieinander, wobei eine durch die Duncan Antiquities etwas zurückhaltender, die andere mit den SH1/SH4 lauter und etwas undynamischer ist. Beide haben aber einen starken Anteil von Höhen im Sound, und das ist, was ich brauche. Dumpfe oder zu basslastige Gitarren lassen mich kalt.
Weil die Edwards so konsistent in ihrer Qualität schienen (aus 2 Gitarren sollte man zwar normalerweise aber keine Statistiken erstellen) hab ich mir noch eine 335 geleistet. Die gefällt mir auch sehr gut - aber das ist ein Thema für einen anderen Thread.
Hier unten links, das ist die Edwards von Uwe.
Die andere Edwards, da hab ich nur ein Detailbild:
