Also, ich habe tatsächlich auch eine No.1, die ich niemals gehen lassen würde.
Es war meine erste USA Strat und war auch lange Zeit meine einzige E-Gitarre. Ich kann diese Gitarre zum einen aus sentimentalen Gründen, zum anderen aber auch weil sie wirklich mein wichtiges "Workhorse" ist, nicht hergeben.
Für mich ist auch interessant, dass mich Leute schon öfters auf diese "geile" Strat angesprochen haben und wenn sie die Gitarre dann selber in die Hand genommen haben, sie wieder relativ enttäuscht an mich zurückgegeben haben.
Irgendwie ist und bleibt sie einfach mein Baby und das ist auch gut so.
Ursprünglich war das mal eine hundsgewöhnliche USA Strat in CAR und zwar eine der ersten, bei der Fender wieder das Spagetthi Logo verwendet hat.
Der Hals und das Griffbrett waren 2011 so abgerockt, dass beides komplett neu bundiert und lackiert werden musste.
die Gitarre hat mehrere PU Wechsel hinter sich und seit drei Jahren arbeitet da, zumindest die für mich perfekte Kombination drin.
Am Steg befindet sich ein HB von Harry Häussel, in der Mitte ein Fender USA Standard SC und am Hals ein Amber 60ies Style SC.
Das hört sich recht ungewöhnlich an, ist aber eine Kombination, die sehr gut funktioniert.
Der HB macht richtig Druck ist aber nicht zu "satt" und der Grundcharakter im Sound bleit "stratig". Der SC am Hals hat eine richtig gute "Glocke" und kann selbst bei High Gain Sounds noch rocken. Bei dieser Gitarre ist es jetzt so, dass man bei einem Solo in den tiefen Passagen schön mit dem HB rocken kann und dann ohne ungewollte oder unschöne Frequenzen zu dem Hals PU in den hohen Lagen wechseln kann.
Das kann sonst keine meiner Gitarren.
Der alte USA Standard SC macht sich dann sehr gut für "in between"-Sounds.
Die Gitarre bildet für mich die perfekte Kombination aus Charakter und Flexibilität und ist für mich im Studio immer die erste Wahl.