einige Gitarristen mögen lackierte Hälse, andere unlackierte...soweit keine Welterkenntnis.
Aber habt Ihr Euch schon mal Gedanken darüber gemacht, warum genau Ihr eine diesbezügliche Wahl trefft? Über ein "ich mag's halt lieber" hinaus?
Ein häufiges Argument ist ja, dass lackierte Hälse fies kleben, was ich so pauschal nicht stehen lassen mag. Meine Fender Standardhälse kleben nicht!
Ich jedenfalls mag spiegelglatt lackierte Hälse ungemein. Sie geben mir so ein unmittelbares, präzises Handgefühl.
Unlackierte Hälse hingegen erscheinen mir auf eine unbeschreibbare Art und Weise weich und nachgiebig, was natürlich objektiv Quatsch ist. Es ist mehr eine rein emotionale Sache, steht aber meiner spielerischen Präzision merkwürdig im Wege.
Dazu kommt zumindest bei mir die Tatsache, dass sich nur ein frisch abgewischter unlackierter Hals einigermaßen glatt anfühlt. Im Laufe eines längeren Spielens erscheint mir der Hals zunehmend rauher (Feuchtigkeit?). Das nervt mich.
Ein lackierter Hals bleibt glatter, auch bei schwitzenden Händen. Klar, die "Ablagerungen" bleiben oberflächlich und werden auch wieder "weggespielt".
Wie empfindet Ihr das?
P.S.
Auf Wunsch können wir das Thema auch gerne auf das Halsprofil, die Bundierung und die Mensur ausweiten.
Mich interessiert aber hauptsächlich Eure eigene, emotionale Sicht der Dinge.
