Big Al hat geschrieben: ↑Dienstag 22. Oktober 2019, 19:17
1. Es gibt keine Regeln
2. Brich sie alle!
3. Dogmen sind für die Wurst
Richtig ist, was gefällt.
Mastering kann man selbst machen, wenn man es kann. Wenn man es nicht kann, kann man sich schlau machen. Externes und teures Mastering ist kein Garant für guten Sound. Ein persönlicher Kontakt zum Mastering Engineer ist nicht verkehrt. Alles andere ist imho SchnulliBulli. Woher soll der Wissen, wie ich möchte, dass meine Musik am Ende klingt? Daher halte ich nix von Online-Plattformen, wo man dann einen Song hochlädt und sich dann diverse Leute daran versuchen. Kann mal sehr interessant sein, aber selbst bei einem sehr professionellen Mastering habe ich schon Überraschungen erlebt, daher ist das ein sehr kritisches Thema. Generell wird das Thema meines Erachtens aber auch ziemlich überbewertet.
Ja klar, man kann und sollte mit dem Mastering- Engineer in Kontakt sein.
Für unsere letzte CD habe ich beispielsweise noch zwei Dinge nachbessern/ändern lassen.
Dieses einfache 'sich schlau machen' jedoch halte ich jedoch für sehr idealistisch gedacht.
Sicher bekommt man dann etwas, was besser klingt als ein nur gemischtes und ungemäßestes Stück.
Einem von einem Könner gemasterten Stück kann dies jedoch nicht das Wasser reichen.
Diesbezüglich lasse ich auch gerne selbst die Hosen runter.
Für unsere neue CD habe ich mich wirklich so schlau gemacht wie ich nur konnte UND ich kannte alle Songs im Schlaf.
Dann habe ich Masters der Songs mit zwei unterschiedlichen Methodiken gemacht und eben parallel noch externes Mastering.
Dann habe ich sehr genau verglichen (parallel gehört, einzelne Passagen, sehr akribisch).
Am Ende musste ich konstatieren, dass meine Masters zwar schon recht gut waren, die externen fand ich jedoch noch einen Tick besser.
Was mich aber in Zukunft nicht davon abhalten wird, mich auch damit weiter zu beschäftigen.
Für mich persönlich sind sie Kreativentscheidungen bei Aufnahme und Mixing halt deutlich spannender.
