Was für ein geiler Nachmittag. Hat so richtig Spaß gemacht. Schade, das niemand von den Kollegen hier mit dabei war, das war sehr interessant.
Aaaaalso, wir hatten alles schön sauber aufgebaut und verdrahtet, mit einem Radial Valve-Tube-Head-Switcher. Es waren zwei baugleiche Kunz Half & Half an Bord - einmal meine mit 16 Ohm und die vom Kollegen mit 8 Ohm. Wir wollten auch mal hören ob das klangliche Unterschiede macht. Gleich vornweg - nein! An Gitarren kamen meine V, eine Tandler Beauty Custom (irre gut!) und eine Warmoth Telli mit P90 am Hals zum Einsatz. Haaaalt, meine Gretsch durfte auch noch ran
Gleich vornweg, der Solodallas ist saugeil und kann genau einen Sound zu 100 Prozent perfekt - den Sound von Angus Young! Verdammt guter Amp, aus besten (alten) Bauteilen von Hand gebaut. Die beiden Marshall Plexis (JMP u JTM) kamen da einfach nicht mit, denen fehlte dagegen der komplette Bottom. Die waren einfach viel dünner im Sound, ja fast langweilig dagegen. Der Cornell Plexi ist ein hübscher Amp, aber das war es dann auch schon. Keine Chance, der war direkt raus. Hätte ich nicht gedacht, weil günstig war der gewiss nicht!
Interessant (vor allem für mich) war dann der Vergleich Bad Cat Lynx vs Bad Cat Hot Cat (handwiring!). Man merkt ihnen schon die Gene an, aber auch da waren wir uns dann einig, der Lynx hat mehr Druck (Mitten, Tiefmitten), klart besser auf und hat dieses besonderes ETWAS im Ton. Man meint fast, er hätte doppelt so große Trafos an Bord und das ist eher umgekehrt. Das zeugt von einer perfekten Abstimmung. Da hatte der Peter Arends (vormals Ampete Engineering und Boutique Amps Distribution) wohl ein gutes Händchen.
Der Lynx klingt auch besser, wenn es leiser wird. Der Lynx ist ein Class A/B, der Hot Cat ein Class A. Der kann leise einfach nicht so gut.
Wir haben dann versucht, den Lynx dem Solodallas gleich einzustellen. Hatten auch mal einen Powersoak vorne dran, um die Endstufen beider Amps voll auszufahren. Also man kommt schon ran, aber eigentlich doch nicht so richtig. Der Solodallas ist ein eigenständiger Amp - eben ein Spezialist.
Die beiden Plexis frisst der Lynx sozusagen mit links im ersten Kanal - wirklich problemlos. Schwer zu glauben, wenn man nicht dabei war. Aber das war wirklich krass. Und dann hat der Bad Cat ja quasi noch 3 zusätzliche Sounds parat. Last but not least: wir waren uns alle einig, alles gute Amps, aber der Lynx ist der Winner, weil er in allen Rocksparten, von 70er Classic Rock bis Metal einfach sehr gut klingt. Nebenbei: mit der Tele klang der absolut fantastisch. Besonders im ersten Kanal. Sehr langer Regelweg von chrunch bis runter zu clean, ganz ohne Lautstärkeverluste.
Ach ja, mit meinem 2525 darf man ihn einfach nicht vergleichen, das wäre unfair. Der Bad Cat klingt um Längen erwachsener, tighter und spielt sich auch besser. Wenn hätte man wohl einen alten Original Silver Jubilee 2555 nehmen müssen.
Ich glaube, ich habe mich heute schon entschieden für die böse Miezekatze. Das ist einfach ein geiler Rockamp, der sehr gut zu mir und meiner Mucke passt. Aber ich muss dazu nun anderes loswerden, das läßt sich wohl nicht ändern. Aber es macht Spaß, wenn man gutes Spielzeug hat






